Den Schlafrhythmus eines Babys kennen und festigen

Der Baby Schlafrhythmus ist ab den ersten Lebenstagen das bestimmende Thema für alle Eltern. Er ändert sich, zudem unterscheidet er sich vollkommen von dem der anderen Familienmitglieder.

Baby Schlafrhythmus

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Baby Schlafrhythmus: Entwicklungsphasen beachten

Der Schlafrhythmus des Babys entwickelt sich anfangs rasant. Bis zum dritten Monat schläft das Baby durchschnittlich an 16 von 24 Stunden. Im Idealfall verteilen sich diese Schlafstunden auf fünf bis sechs Schlafphasen. Das wäre allerdings wirklich ein Idealfall, denn in der Praxis schläft jedes Baby etwas anders. Abweichungen von diesem Idealfall sind also völlig normal.

In den ersten 3 Monaten schläft wird der Baby Schlafrhythmus durch 5 bis 6 Phasen bestimmt. Diese Phasen variieren von Baby zu Baby.

Manche Kinder sind bereits in den ersten Lebensmonaten echte “Murmeltiere“. Anderen Babys fällt das Einschlafen hingegen um einiges schwerer. Auch das Durchschlafen der Babys ist bekanntermaßen ein Problem. Einige Kinder schaffen das schnell, bei anderen braucht es seine Zeit. Wieder andere schlafen nach wenigen Wochen schon durch, doch plötzlich werden sie nachts wieder wach. Dieser Baby Schlafrhythmus ist in großen Teilen angeboren. Das ist ein Unterschied zur Fähigkeit, mithilfe bestimmter Einschlafhilfen und Rituale allein einzuschlafen. Letztere können Eltern anerziehen, den Schlafbedarf und -rhythmus hingegen kaum.

Zwischen einzelnen Kindern unterscheidet sich manchmal die Schlafdauer beträchtlich. Nicht nur Erwachsene und Teenager, sondern auch Babys können Lang- und Kurzschläfer sein. Im Extremfall kommt ein Baby mit zwölf Stunden Schlaf aus, das andere schläft täglich 20 Stunden.

Entwicklungen beim Baby Schlafrhythmus

Der Baby Schlafrhythmus entwickelt sich in den ersten Lebensmonaten. Der Säugling lernt, sich auf den Wechsel von Tag und Nacht einzustellen. Dabei gewöhnt er sich an das aus seiner Perspektive regelmäßige Schlafen und Essen. Diese Entwicklung beim Baby Schlafrhythmus verläuft ebenfalls sehr individuell. Sie hängt vom biologischen Reifungsprozess des Babys ab. Dazu gehören sein Wachstum und die Ausdifferenzierung seines Gehirns.

Einige Babys sind unruhig und finden ihren Schlaf-Wach-Rhythmus nur schwer. Das empfinden ihre Eltern als besonders anstrengend. Die Entwicklung beginnt übrigens schon im Mutterleib. Etwa ab SSW 36 erlebt der Fötus Schlaf-, Traum- und Wachphasen. Schon dabei wird ein Schlafrhythmus des Babys definiert, den das Baby nach der Geburt vorerst fortführt.

Der Schlafrhythmus eines Babys wird zunächst durch den Schlaf im Mutterleib bestimmt. Erst nach den ersten Lebensmonaten verändert sich die Schlafroutine.

Weil im Mutterleib nur wenig bis keine Lichtunterschiede wahrzunehmen waren, verteilen sich Wach- und Schlafphasen anfangs gleichmäßig über die Tag- und Nachtstunden. Daher schlafen viele Babys nachts nicht oder haben bei Tag deutliche Schlafprobleme oder -störungen. Innerhalb des ersten Lebensjahres dominiert allmählich die Nacht als bevorzugte Schlafenszeit, zudem sinkt der Schlafbedarf.

Altersabhängiger Baby Schlafrhythmus

Das Schlafmuster von Kindern hängt von ihrem Alter ab. Inzwischen gab es hierzu umfangreiche Forschungen. Die US-amerikanische Nationale Schlafgesellschaft veröffentlichte schon 2004 Studienergebnisse, die nicht nur die unterschiedlichen Schlafrhythmen und -muster belegten, sondern auch Schlafdefizite von Babys (in den USA: durchschnittlich 90 Minuten pro Tag) aufdeckten. Für die Studie hatten die amerikanischen Wissenschaftler 1.400 Eltern oder sonstige Sorgepflichtige befragt. Weitere Ergebnisse waren:

  • Der Baby Schlafrhythmus entwickelt sich absolut individuell. Eltern sollten daher ihr Kind genau beobachten.
  • Er lässt sich im Gegensatz zum Einschlafverhalten praktisch nicht beeinflussen.
  • Es ist realistisch, dass innerhalb des ersten Lebensjahres ein Schlafrhythmus des Babys entsteht, durch den auch die Eltern ihre ersehnte Nachtruhe finden.
  • Rund ein Drittel der Babys schläft spätestens nach einem Jahr durch.
  • Eltern sollen vor allem Schlafdefizite bei ihren (auch älteren) Kindern unbedingt unterbinden. Sie bewirken Aufmerksamkeitsdefizite, ein gestörtes Eltern-Kind-Verhältnis, Übergewicht und schlimmstenfalls Herzerkrankungen und Depressionen. In Bezug auf ältere Kinder wurde vor dem Fernseher im Kinderzimmer gewarnt.
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Baby Schlafrhythmus: Zyklen und Unterbrechungen

Die Entwicklung beim Schlafrhythmus des Babys verläuft in Zyklen, die unterbrochen werden. Verantwortlich für die Unterbrechungen sind vor allem:

  • Wachstumsschübe
  • Erkältungen (wesentlich häufiger als bei älteren Kindern und Erwachsenen)
  • aufregende Erlebnisse
  • Entwicklungssprünge

Wiederum wäre ein normaler Baby Schlafrhythmus, wenn das Neugeborene anfangs tagsüber bis zu zwei, nachts bis zu maximal sechs Stunden schläft. Doch das sind wirklich Durchschnittswerte. Wie sehr diese Zyklen angeboren sind, belegt die Zwillingsforschung: Der Schlafrhythmus von eineiigen Zwillingen ähnelt sich sehr stark, manchmal ist er nahezu identisch. Er entwickelt sich auch im ersten Lebensjahr der beiden Babys sehr ähnlich. Bei zweieiigen Zwillingen gibt es deutlich größere Unterschiede, bei verschieden alten Geschwistern sind sie nochmals größer.

Schlafrhythmus Baby

Einschlafzeichen beim Baby erkennen

Wenn Sie den Schlafrhythmus Ihres Babys kennenlernen möchten, sollten Sie Einschlafzeichen erkennen. Das Baby ist zuerst müde und zeigt das an einem Wegdrehen des Kopfes und einem Stirnrunzeln. Dann ballt es die Fäuste, gähnt, macht unruhige Bewegungen, quengelt oft und reibt sich seine Äuglein. Nur bei sehr ausgeprägter Müdigkeit schreit es.

Babys geben Ihnen Zeichen, wenn sie einschlafen möchten. Von Kopfbewegungen über geballte Fäuste bis hin zu unruhigen Bewegungen. Kennen Sie die Zeichen und reagieren Sie entsprechend.

Nach dem Einschlafen beginnt eine bis zu 30-minütige Leichtschlafphase, bei der Augenlider zucken – das Baby ist im REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) angekommen und träumt. Es schließt sich der Tiefschlaf wiederum mit bis zu 30 Minuten an. In dieser Schlafphase wird das Baby kaum erwachen. Nach 50 bis 60 Minuten wechselt Ihr Baby wieder in die Leichtschlafphase. Nun kann es erwachen oder erneut in den Tiefschlaf fallen.

Die drei Phasen des Schlafens:
Einschlafphase – Leichtschlafphase – Tiefschlafphase

Manche Babys können nach kurzem Erwachen weiterschlummern, andere brauchen dabei Hilfe oder bleiben wach. Dieser Moment bestimmt sehr entscheidend den Schlafrhythmus beim Baby. Wenn Sie es schaffen, das erneute Einschlafen zum Beispiel mit “Psch-psch“ zu fördern, verlängern sich die Schlafphasen.

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