Baby will nicht schlafen – so klappt’s mit der Nachtruhe

Ihr Baby will nicht schlafen? Dieses Problem beklagen viele Eltern. Es sorgt für dicke Augenringe sowie Konflikte in der elterlichen Beziehung.

Baby will nicht schlafen

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Baby will nicht schlafen: das typische Szenario

Viele Mütter und Väter beklagen sich: Ihr Kind will nicht schlafen. Stattdessen weint das Baby vor dem Schlaf und schläft in der Regel erst nach etwa einer Stunde an Mamas Brust ein. Manche Babys sind dabei so sehr nervös, dass sie treten und um sich schlagen. Vor Müdigkeit nicken sie ständig wieder ein, doch sobald die Mama sich bewegt, ein Geräusch von sich gibt oder hustet, werden sie wieder wach. Das belastet auch die Stillbeziehung zwischen Mutter und Kind, die doch eigentlich sehr schön sein sollte.

Dass das Baby nicht schlafen will oder kann, liegt sowohl an innerlichen, als auch an äußerlichen Faktoren.

Das Baby schläft nicht und nuckelt an Mamas Brust, die diesen Zustand über kurz oder lang nicht mehr schön finden kann. Das Baby will nicht schlafen und verursacht damit ein ständiges Bangen um seinen Schlafrhythmus und vor allem ein andauerndes Stillsitzen seiner Mama, das an deren Nerven zerrt. Sie fühlt sich alleingelassen, doch es kann noch schlimmer kommen: Natürlich fühlen sich Väter in der Pflicht und versuchen selbst, dem Baby eine Einschlafhilfe zu sein. Das kann auf schreiende Ablehnung stoßen. Das Kind schläft nicht, sondern terrorisiert stattdessen beide Eltern.

Kleinkind schläft nicht durch

Auch das ist typisch: Die Babys wachen nach maximal zwei Stunden Schlaf wieder auf und lassen sich danach manchmal besser, manchmal auch nur schlechter beruhigen. Das Baby will nicht schlafen, bis es über ein Jahr alt ist. Es wacht allnächtlich vier- bis achtmal auf. Dieses vielen Eltern unbegreifliche Phänomen lässt sich mit den REM- und NON-REM-Schlafphasen erklären.

REM- und NON-REM Schlafphase

Die REM-Phase (Rapid Eye Movement, schnelle Augenbewegungen) ist die vorrangige Traumphase, damit beginnt der Schlaf des Babys. Sie kann bis zu 30 Minuten andauern und ist eine Leichtschlafphase, in welcher das Baby unbedingte Ruhe braucht, um durschlafen zu können. Es folgt die oft ebenso lange, tiefe NON-REM-Phase und nochmals eine Leichtschlafphase. Danach kann das Baby wieder erwachen. Deshalb ist es bei Durchschlafstörungen eher falsch zu behaupten: Das Kleinkind will nicht schlafen. Es ist wieder erwacht. Je nach Wachzustand und Beruhigungstechnik ist es manchen Eltern möglich, das Kind danach wieder zum Einschlafen zu bekommen.

Je nach Schlafphase entscheidet sich, ob das Baby schlafen will oder nicht

Das Babys so oft erwachen, liegt daran, dass bei Neugeborenen der Schlaf zu rund 50 % aus REM-Schlafphasen besteht. In späteren Lebensjahren sinkt dieser Anteil auf 20 – 25 %. Der vergleichsweise lange REM-Schlaf des Babys ist evolutionär bedingt: Babys konnten in unsicheren Zeiten mit ihrem leichten Schlaf die ganze Familie vor Gefahren warnen, die für sie selbst akut lebensbedrohlich waren – zum Beispiel die Gefahr durch Ratten.

Die Schlafzyklen verlängern sich bei abnehmendem REM-Schlafanteil schon etwa ab dem vierten Lebensmonat. Gleichzeitig schlafen die Babys nach ihrem zwischenzeitlichen Erwachen besser wieder ein. Diese Zyklen bestimmen auch, ob das Baby tagsüber nicht schlafen möchte, oder ob es bereit für eine Ruhephase ist. Übrigens träumen Menschen auch in der NON-REM-Schlafphase, nur weniger und kürzer. Es ist die Schlaf- und Traumphase, in der Schlafwandeln und Alpträume vorkommen.

Das Baby oder Kind schläft nicht

Welche Rolle spielen die Träume des Babys?

Apropos Traumphase: Ihr Baby will nicht schlafen, weil es vielleicht manchmal schlecht träumt. Es hat schließlich mehr Traumphasen als ein Erwachsener und auch mehr als ein älteres Kind. Die Träume eines Menschen setzen schon im Mutterleib ein, ab dem sechsten bis siebenten Monat der Schwangerschaft stellt sich beim Fötus die REM-Phase ein.

Neben den Schlafphasen sind auch Geräusche, schlechte Träume oder Unwohlsein Schuld daran, dass ein Baby nicht einschlafen oder weiterschlafen möchte.

Nach der Geburt (bei Neugeborenen und bei jedem Schläfer) ist diese Phase leicht zu erkennen: Die Augen bewegen sich hinter den geschlossenen Lidern. Daher hat die REM-Phase schließlich ihren Namen. Der Körper eines Babys liegt dabei still, höchstens gelegentlich zuckt er etwas. Im NON-REM-Schlaf wiederum atmet das Baby gleichmäßig und tief, nur gelegentlich unterbrochen von einem Seufzer. In dieser Phase machen Babys manchmal mit ihrem Mund kleine Saugbewegungen oder zucken zusammen, was vollkommen normal ist und allen Menschen passiert. Wenn nun das Baby in der REM-Phase urplötzlich aufwacht und auch gleich weint oder gar schreit, hat es schlecht geträumt.

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Die Träume entstehen aufgrund von negativen Assoziationen an Erlebnisse tagsüber. Das Kind benötigt daher stets ein ausgeglichene, psychisch und physisch gesunde Umgebung. Dann wird es auch nicht mehr schlecht träumen. Sollte aber ein Neugeborenes sehr durch Zuckungen im Schlaf beeinträchtigt werden, kann Pucken helfen. Beim älteren Baby lockern Sie den Pucksack immer weiter.

Baby kann nicht einschlafen

Manche Eltern glauben, das Baby will nicht schlafen, doch die Wahrheit lautet: Das Baby findet nicht in den Schlaf. Für diesen Fall helfen Einschlafrituale. Das Kind benötigt eine kuschelige Umgebung, das passende Licht, etwas leise Musik und das Streicheln der Mama, die gleichzeitig ein Einschlaflied singt oder sogar eine kleine Geschichte erzählt. Diese Methoden haben sich bewährt. Denken Sie daran, dass sehr viele Eltern klagen: Das Baby will nicht schlafen.

In der Regel wurden mit Einschlafritualen gute Hilfen zum Einschlafen geschaffen, wodurch ein Teil der Nacht gerettet ist. Ab dem vierten Lebensmonat können Sie damit rechnen, dass Ihr Baby nachts mehr schläft als tagsüber. Am Vormittag und Nachmittag schläft es seltener, dafür etwas länger. Wenn Sie Glück haben, schläft das Kind nachts bis zu elf Stunden. Die ersten drei Monate im Leben Ihres Kindes müssen Sie jedoch tapfer sein. In dieser Zeit wird häufiger der Gedanke aufkommen, dass das Baby nicht schlafen will!

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