Die ersten Zähne – was Eltern beim Wachstum ihrer Kinder beachten sollten

Zahn- und Mundgesundheit dienen als essentielle Grundbausteine für die ganzheitliche Gesundheit des menschlichen Gesamtorganismus. Demnach ist die Allgemeingesundheit direkt mit den ersten Zähnen und der Mundhygiene verbunden. Im Umkehrschluss heizen Entzündungen im Mundraum körpereigene Entzündungsreaktionen an, die die Entzündungsmarker im Blutserum anheben und die Entstehung verschiedener Krankheitsbilder begünstigen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Parodontitis- und Karieserreger nachweisbar negativ das Bakterienmilieu im Mundraum bzw. der Mundflora verändern. Vom Mundraum ausgehend gelangen die Erreger in die Blutbahn und fluten den Körper mit Entzündungsbotenstoffen. Zahnfleischentzündungen, Karies, Zahnbett- und Zahnwurzelentzündungen fördern demzufolge die Entstehung von Darmkrebs, Depressionen, Magenkrebs, Hirnblutungen, Lungenentzündungen, Ohrenschmerzen und Verdauungsbeschwerden. Gleichzeitig erhöht eine schlechte Mundgesundheit von Schwangereren die Wahrscheinlichkeit für Frühgeburten.

Mundgesundheit fungiert als Schlüssel für eine bestmögliche und lebenslange Allgemeingesundheit

Eine perfekte Mundgesundheit ist folgerichtig der Schlüssel für Gesundheit und Vitalität. Eine bestmögliche Prophylaxe in Verbindung mit einer erstklassigen Zahnpflege wirkt sich entsprechend ab dem frühen Kindesalter nachhaltig positiv auf die individuelle Lebensqualität und den persönlichen Gesundheitszustand aus. Eltern sollten sich dieser Zusammenhänge deshalb fortwährend bewusst sein und ihren Kindern mit Hilfe verschiedener Verhaltensregeln als Vorbild dienen und ihnen eine perfekte Mundhygiene vorleben. Die Zahnpflege ist daher als unverzichtbares Gesundheitsritual zu zelebrieren, um den Sprösslingen den Mehrwert gesunder Zähne kindgerecht zu vermitteln. Das regelmäßige Zähneputzen morgens und abends, die Verwendung von Zahnseide und bei Bedarf einer fluoridhaltigen Mundspülung ist seitens der Erwachsenen konsequent vorzuleben.

Unterstützt durch ideales Fachwissen legen Eltern bereits im frühen Kindesalter die Basis für gesunde Kinderzähne. Wer frühzeitig eine Zahnzusatzversicherung für seinen Nachwuchs abschließt, reduziert zudem zuverlässig die entstehenden Kosten, die teure Zahnbehandlungen zur Wiederherstellung der Mundgesundheit grundsätzlich verursachen.

Regelmäßige zahnmedizinische Frühuntersuchungen ab dem 6. Lebensmonat ebenen die Grundvoraussetzung für ein gesundes Gebiss

Regelmäßige Zahnarztbesuche, eine zahngesunde, nährstoffreiche Ernährung sowie eine kindgerechte Zahnpflege fungieren als Grundbausteine für eine lebenslange Mundgesundheit. Eine zahnärztliche Vorsorge ist aktuell tatsächlich bereits ab dem jeweils 6. Lebensmonat möglich. Im Zuge der zahnmedizinischen Früherkennungsuntersuchungen unterzieht der Mediziner Zähne und Zahnfleisch des Säuglings einer umfassenden Untersuchung, informiert Eltern detailliert über den Themenkomplex Karies und die Wechselwirkungen, die eine schlechte Mundgesundheit im menschlichen Organismus anstößt. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen seit Juli 2019 die Kosten für derartige Untersuchungen.

Entsprechende Untersuchungen sind in dem gelben Heft zu dokumentieren, das über die U- Vorsorgeuntersuchungen des Kindes informiert. Ergänzend versorgt der Arzt Eltern mit kostbaren Tipps für eine perfekte kindgerechte Zahnpflege. In einem Turnus von jeweils 6 Monaten trägt der Facharzt einen Fluoridlack auf das kindliche Gebiss auf, um den Zahnschmelz zu härten und dessen Widerstandsfähigkeit gegen Karieserreger zuverlässig zu maximieren.

Karies an Milchzähnen

Da Karies an Milchzähnen das natürliche Gebisswachstum hemmt und belegbar die Wahrscheinlichkeit erhöht im Erwachsenenalter an Karies zu erkranken, ist die Vorbeugung gegen frühkindliche Karies essentiell, um die Mundgesundheit langfristig zu optimieren. Kieferfehlstellungen und ein falscher Biss sind in der Regel die Folge von Milchzahnkaries. Der frühe Besuch bei einem Zahnmediziner senkt ergänzend die Angst vor dem Zahnarzt und sensibilisiert die Kleinen rechtzeitig für eine durchdachte Mundhygiene.

Deshalb sollten Eltern zwingend mit dem Putzen der Zähne bei ihrem Nachwuchs beginnen, sofern der erste Milchzahn durchgebrochen ist. Eltern, die objektiv zu spät mit der Zahnpflege beginnen, begünstigen demnach in der Praxis die Entstehung frühkindlicher Karies. Um die Grundlage für ein dauerhaft kariesfreies Leben zu schaffen, sollte der erste Besuch in einer Zahnarztpraxis unmittelbar im Anschluss an den ersten Zahndurchbruch erfolgen.

Auf diese Weise reduzieren Eltern ebenfalls das Risiko für Nuckelkaries, die durch süße Getränke und eine unregelmäßige Pflege der ersten Zähne begünstigt wird. Eine nährstoffarme, zuckerhaltige Ernährung, ein unsachgemäßer Umgang mit Schnullern sowie fortwährendes Nuckeln an Getränkeflaschen sind deshalb potentielle Risikofaktoren für die kindliche Mund- und Zahngesundheit. Wer seinen Sprössling permanent an Nuckelflaschen saugen lässt, die zuckerreichen Getränke enthalten, nährt Karieserreger im Mundraum ohne dass tatsächlich der erste Milchzahn durchgebrochen ist. Konstantes Nuckeln an Schnuller und Daumen fördert sogenannte „Schnullerschäden“ am Gebiss, die eine falsche Bisslage, Zahnfehlstellungen und Kieferdeformierungen hervorrufen.

Prinzipiell greift in diesem Kontext die Maxime; die frühkindliche Saugphase ist im Idealfall mit dem Eintritt in das jeweils zweite Lebensjahr zu beenden und nicht künstlich zu verlängern. Originelle Entwöhnungsrituale erleichtern den Abschied vom Schnuller. Die Saughilfe sollte Kindern, die mindestens 2 Jahre sind, lediglich zum Einschlafen angeboten werden. Sobald der Sprössling schläft, ist der Schnuller aus dem Mundraum des Kindes zu entfernen. Eine „Abschiedsparty“ bietet die idealen Rahmenbedingungen, um vom geliebten Nucki Abschied zu nehmen.

Die Verantwortung der Eltern bei Mundhygiene

Laut Experten liegt die Verantwortung für eine optimale Mundhygiene bis zum durchschnittlichen achten Lebensjahr bei den Eltern. So entwickeln Kinder im Normalfall erst mit rund 8 Jahren ein ausreichendes Bewusstsein für die Wichtigkeit der Zahnpflege.

Um die ersten Milchzähne sachgerecht und sanft zu putzen, eignet sich ein Putzfingerling ideal. Für einen perfekten Gesundheitsschutz ist das Milchzahngebiss des Säuglings mit einer Zahnpasta zu säubern, die mit einer Konzentration von 500 ppm Fluorid, fluorid-reduziert ist. Wenn das Milchzahngebiss vollständig ist, sollte die Zahnreinigung sowohl morgens als auch abends erfolgen. Die Zahncreme sollte zu diesem Zweck 1000 ppm Fluorid enthalten und demnach vergleichsweise höher dosiert sein als Produkte, die explizit für die Zahnpflege von Säuglingen konzipiert ist. Ab einem individuellen Lebensalter von 6 Jahren darf der Nachwuchs Zahnpasta verwenden, die für Erwachsene bestimmt ist. Verantwortungsbewusste Eltern sollten die Zahnpflegerituale ihrer Kinder bis zum achten Lebensjahr kritisch hinterfragen und sie bei Bedarf zielgerichtet bei der Mundhygiene unterstützen.

Eine Zahnzusatzversicherung federt die finanzielle Belastung der kostenintensiven, zahnmedizinischen Behandlungen effektiv ab

Indikatoren für eine etwaige Karieserkrankung sind neben Zahnfleischentzündungen, Zahnbelag sowie unnatürliche, weiße, kreideähnlich aussehende Veränderungen am kindlichen Zahnfleisch. Vermeidbare Mehrkosten, die an die Therapie einer schlechten Mundgesundheit gekoppelt sind, lassen sich durch eine konsequente Mundhygiene nachhaltig eindämmen.

Um die Mundgesundheit langfristig zu perfektionieren, ist eine gesunde, vielseitige Ernährung ebenfalls wichtig. Kinder für eine gesunde Ernährungsweise zu sensibilisieren, vervollständigt daher die Grundsäulen für eine nachhaltige Zahngesundheit.

Naturbelassene, nährstoffreiche, frische Lebensmittel dominieren demnach eine vielseitige, gesunde Kost. Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreideprodukte, Nüsse, Milchprodukte, Samen, Fisch und mageres Hühnchenfleisch sind eine Quelle für entzündungshemmende, immunstimulierende, regenerierende und belebende Bioaktivstoffe, die körpereigene Entzündungsvorgänge stoppen, zellschützend wirken, Reparaturmechanismen der Zellen vorantreiben, die Nährstoffversorgung der Körperzellen optimieren und Giftstoffe und Schlacken aus dem Körper schwemmen. Die kostbaren Inhaltsstoffe stärken zudem den Zahnschmelz, fördern ein ausgeglichenes Milieu in der Mundflora und bremsen effektiv Entzündungen im menschlichen Mundraum.Industriell stark verarbeitete Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Industriezucker schädigen demgegenüber die Mund- und Zahngesundheit.

 

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