Schlafstörungen und Schlafprobleme bei Babys

Schlafprobleme bei Babys sind eher die Regel als die Ausnahme. Fast kein Baby schläft durch innerhalb der ersten Monate des jungen Lebens. Eine ganze Nacht ist ohnehin nicht zu erwarten. Junge Eltern sind aber auf den guten und ausreichenden Schlaf ihres Babys bedacht. Zudem benötigen sie selbst Schlaf. Für das Baby ist der Schlaf auch deshalb wichtig, weil dabei zusätzliche Wachstumshormone freigesetzt werden. Das ist ein Grund, weshalb bei einem Baby Schlafprobleme eine gewisse Besorgnis auslösen können.

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Schlafprobleme Schlafstörungen Baby

Wann hat ein Baby Schlafstörungen?

Normalerweise schläft ein Neugeborenes rund 13 bis 16 Stunden täglich. Dabei wacht es nach spätestens drei Stunden auf und verlangt zu trinken. So ein Baby Schlafrhythmus wäre normal. Ab dem vierten Lebensmonat verlängern sich die Schlafphasen auf etwa sechs Stunden, das hält bis etwa zum ersten Geburtstag an.

Die Kleinkinder zwischen einem und fünf Jahren können zwölf Stunden schlafen, im Vorschulalter werden es dann zehn bis zwölf Stunden. Wenn das Baby wie beschrieben schläft, hat es keine Schlafprobleme.

Schlafprobleme und -störungen verändern sich genauso wie die Schlafgewohnheiten und -zeiten. Geben Sie dem Kind ausreichend Zeit für seine Entwicklung!

Selbst ein kürzerer Schlaf wäre unbedenklich, wenn es ansonsten gesund und fröhlich ist. Wenn ein etwas älteres Baby (über fünf Monate) nachts alle zwei bis drei Stunden nach seiner Flasche verlangt, können Eltern darauf reagieren, indem sie kein Licht anmachen und nicht mit dem Baby spielen, ihm nicht jedes Mal die Flasche geben und es nur vorsichtig wickeln. Damit lernt es, dass Schlaf auch ohne Flasche oder Brust möglich ist. Auch das wäre im engeren Sinne aber noch keine Schlafstörung. Es gibt jedoch massive Einschlafprobleme bei Babys, die Einschlafphase kann sich über Stunden hinziehen. Das wäre schon ein Schlafproblem dieses Babys.

Einschlafprobleme des Babys

Bei Einschlafproblemen – den häufigsten Schlafproblemen von Babys – können folgende Verhaltensweisen helfen:

  • Halten Sie strikt feste Zeiten ein.
  • Das Einschlafritual soll eine große Gemütlichkeit mit vorherigem Baden, Vorsingen, Spieluhr (später Vorlesen) und Massage sein.
  • Legen Sie unter keinen Umständen irgendwann Ihr Kind “zur Strafe“ ins Bett. Das Bett muss unter allen Umständen positiv assoziiert bleiben.
  • Vermeiden Sie eine totale Übermüdung des Kindes.
  • Ein sofortiges Einschlafen ist keine Pflicht. Lassen Sie Ihr Kind zunächst im Bett Ruhe finden.
  • Wiegen förderte den Schlaf und vermeidet, dass das Baby nicht schlafen will.
  • Das Baby braucht zum Schlafen gedämpftes Licht.
  • Die ganze Familie muss ruhiger werden. Das Baby sollte keinen lauten Fernseher, keine laute Musik und keine lauten Unterhaltungen hören.
  • Das Hochnehmen eines weinenden Babys gilt als kontraproduktiv, denn es verliert damit seine Schlafposition.
  • Ein Elternteil sollte jedoch bei ihm bleiben, bis es sich beruhigt hat.
  • Das Baby sollte immer getröstet werden und sich nicht in seinen Schlaf weinen.
  • Das Bett der Eltern sollte nach Möglichkeit eine Tabuzone für das Kind werden. Es kommt dort sonst nie wieder heraus.
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Die vorangegangenen 12 Lösungen helfen bei Einschlafproblemen eines Babys. Probieren Sie, welcher Ansatz individuell bei Ihrem Baby hilft.

Baby bei Schlafproblemen schreien lassen?

Davon raten wir strikt ab, auch wenn es Verfechter dieser Methode gibt. Natürlich soll man Kindern Grenzen setzen, aber nur welche, die sie verstehen können. Wenn ein vierjähriges Kind unsinnige Forderungen stellt und sie versucht durch Toben quasi einzuschreien, können Eltern konsequent bleiben und nicht nachgeben. Das Kind wird den Mechanismus verstehen. Ein schreiendes Baby jedoch mit Einschlafproblemen kann keinen Mechanismus verstehen. Es braucht in diesem Moment seine Mama.

Seien Sie für Ihr Kind da. Zu viel Aufmerksamkeit kann die Entwicklung des Kindes aber auch negativ beeinflussen. Daher müssen auch Eltern lernen, sich in bestimmten Situationen zu lösen.

Allerdings kann auch in diesem Fall die Körpersprache Bände sprechen – deshalb heißt sie so. Die Mutter muss nicht beim kleinsten Laut des Babys dieses an die Brust reißen, sondern kann ein wenig beruhigend sprechen und es streicheln, ohne die Schlafposition aufzugeben. Das Hochnehmen sollte damit das letzte Mittel bleiben. Auch, dass das Kind nur auf dem Arm einschlafen will, darf nicht zur Gewohnheit werden.

Wichtig ist für das weinende Baby die Gewissheit, dass jemand da ist. Es muss keinesfalls Hunger oder volle Windeln haben. Sollte ein Baby ungewohnt viel schreien, könnte es krank sein. Das muss mit einem Arzt abgeklärt werden.

Lassen sich Schlafprobleme bei Babys komplett überwinden?

Menschen jeden Alters schlafen unterschiedlich gut. Der sensible Vorgang ist sehr störanfällig und kann durch Aufregungen aus dem Gleichgewicht geraten. Bei einem Baby entwickelt sich gerade erst Schlaf-Wach-Rhythmus. Das nicht schlafende Kind kann nicht allein und sich selbst überlassen sein.

Einschlafprobleme Baby

Das ist ein psychischer Entwicklungsprozess, der sich nur behutsam und in gewissen Grenzen steuern lässt. Er hängt von der Mentalität, der Energie, dem Temperament und der Fantasie des Kindes ab. Daher lässt sich bei einem Baby der “Idealschlaf” kaum antrainieren. Das gelingt auch Erwachsenen nicht. Eltern, deren Baby ein Schlafproblem hat, müssen damit leben. Sie können nur das Ein- und Durchschlafen weitestgehend optimieren.

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